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Hochsensitive Menschen (HSM) haben durchlässigere Wahrnehmungsfilter. Dadurch können sie störende Einflüsse kaum ausblenden, fühlen sich schnell abgelenkt und genervt.

Für sie ist es wesentlich schwieriger mit andauernden Geräuschen, Lärm, schlechter Luft, grellem Licht, Druck, Reibung, kratzigen Kleidungsstücken, Zugluft zurechtzukommen als für Andere.

Sie sind deutlich früher reizüberflutet und überstimuliert. Dann tendieren sie dazu, sich zurückzuziehen, um wieder zu sich zu finden und sich zu erholen.

Hochsensitive sind leichter zu irritieren und zu verunsichern und empfinden sich aufgrund der Reaktionen ihrer Umwelt als anders und oft als nicht dazugehörend- als nicht in Ordnung. Häufig hör(t)en sie Sätze wie "Sei nicht so empfindlich", "Das bildest Du Dir nur ein" und "Was Du immer hast!?". Diese haben ihr Selbstbild und Selbstverständnis nachhaltig geprägt und führen häufig zu Selbstzweifeln und Unsicherheit. 

Häufig haben sie Therapien hinter sich, um aufzuarbeiten, was mit dem "immer irgendwie anders sein als die anderen" einherging, weil sie für krank gehalten wurden und mit den aktuellen Umweltbedingungen, den Bildungs- und Erziehungssystemen und -methoden nicht zurecht kamen. 

Ein besonderes Spannungsfeld ergibt sich, wenn zur Hochsensitivität ein Persönlichkeitsmerkmal tritt, das mit einem starken Bedürfnis nach abwechslungsreichen, neuen, komplexen Eindrücken und Erfahrungen und der Bereitschaft, physische und soziale Risiken in Kauf zu nehmen, einhergeht. Dies nennt sich HIGH SENSATION SEEKING (HSS). Menschen mit gleichzeitiger Hochsensitivität und high sensation seeking leben mit einem Fuß auf dem Gas und dem anderen auf der Bremse stehend, oder noch treffender: Bei angezogener Bremse Vollgas gebend. Permanent diskutieren 2 Anteile miteinander. Meist gewinnt der HSS- Anteil, da in unserer Kultur die Kombination von Neugier, Wettstreit und Risikofreudigkeit stärker wiegen und bewundert werden, als die Eigenschaften, die HSM ausmachen.

Der HSM- Anteil kommt häufig viel zu kurz. Die Zeiten für Ruhe und Regeneration werden gern zugunsten neuer Erfahrungen gekürzt, wenn nicht sogar ganz gelassen. Diese Menschen leben auf einem schmalen Grat, verausgaben sich zu sehr, erschöpfen schneller, haben häufig das Gefühl zuviel und zuwenig zugleich zu machen. mehr...

ABER! Es ist möglich, eine Balance zu finden und die Vorteile beider Anteile miteinander zu verbinden und kooperieren zu lassen. Gern begleite ich Sie dabei in Ihrem Prozess des Wachsens und Heilens mit Selbstorganisatorischer Hypnose, mit Mut und Freude Ihren ganz eigenen Weg in Ihrem Tempo, Ihrer Zeit und Ihrem Rhythmus zu finden und zu gehen. 

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